TRE® & Nervensystem

Gemeinsam

TRE® & Nervensystem

Wenn der Körper loslassen darf.
Stress und belastende Erfahrungen hinterlassen nicht nur Spuren in unseren Gedanken, sondern auch in unserem Körper und Nervensystem.
TRE® nutzt die natürliche Fähigkeit des Körpers zum neurogenen Zittern. Es kann dabei unterstützen, muskuläre Anspannung zu lösen, das Nervensystem bei der Regulation zu begleiten und wieder mehr Ruhe, Lebendigkeit und Körperwahrnehmung zu ermöglichen.
Dein Körper trägt die Fähigkeit zur Regulation bereits in sich.

Natürlich

Der Körper weiss, wie loslassen geht.

Wirksam

Über das Nervensystem in die Regulation.

Ganzheitlich

Körper, Nervensystem, Mensch.

Nachhaltig

Mehr Stabilität im Alltag.

Dein Körper weiss, wie Loslassen geht.

Unser Nervensystem ist dafür geschaffen, flexibel auf das Leben zu reagieren. Es darf aktiv werden, wenn etwas unsere Aufmerksamkeit braucht. Es darf Energie mobilisieren, wenn wir handeln, leisten, fliehen oder kämpfen müssen. Und es darf danach wieder in einen ruhigeren Zustand zurückfinden.

Gesundheit bedeutet für mich auch beim Nervensystem nicht, immer entspannt zu sein. Ein gesund regulierendes System darf hochfahren. Entscheidend ist, dass es auch wieder herunterfahren und flexibel zwischen unterschiedlichen Zuständen wechseln kann.

Genau hier setzt TRE® an. Über das neurogene Zittern bekommt der Körper die Möglichkeit, muskuläre Spannung zu reduzieren und Regulationsprozesse zu unterstützen.

Regulation

Nicht immer entspannt.

Sondern flexibel.

Aktivierung

Energie mobilisieren für Haltung.

Regulation

Flexibel zwischen Anspannung und Entspannung.

Erholung

Wieder in einen ruhigeren Zustand zurückfinden.

Ein gesund regulierendes Nervensystem kann sich der Situation anpassen – und wieder in einen ruhigeren Zustand zurückfinden.

Dein Körper weiss, wie Loslassen geht.

Unser Nervensystem ist dafür geschaffen, auf das Leben zu reagieren.

Es darf aktiv werden, wenn etwas unsere Aufmerksamkeit braucht. Es darf Energie mobilisieren, wenn wir handeln, leisten, fliehen oder kämpfen müssen. Und es darf danach wieder in einen ruhigeren Zustand zurückfinden.

Gesundheit bedeutet für mich auch beim Nervensystem nicht, immer entspannt zu sein.

Ein gesund regulierendes System darf hochfahren. Entscheidend ist, dass es auch wieder herunterfahren und jederzeit flexibel zwischen unterschiedlichen Zuständen wechseln kann.

Regulation bedeutet Flexibilität – nicht Dauerentspannung.

Stress und Trauma – unterschiedliche Auslöser, ähnliche Körpersprache

In meinen TRE®-Kursen sage ich häufig:

„Rein von der Reaktion des Körpers her sprechen Stress und Trauma zunächst eine sehr ähnliche Sprache.“

Unser Körper fragt in dem Moment nicht zuerst, wie wir das Ereignis später benennen werden. Und ihn interessiert auch nicht, welche Geschichte unser Geist im Nachhinein dazu formuliert – er reagiert zunächst auf das, was er wahrnimmt.

Er reagiert einfach – oder wie wir meist sagen: „Es tut einfach mit mir.“

Das Nervensystem mobilisiert Energie. Die Muskelspannung verändert sich. Herzschlag und Atmung können sich verändern. Wir werden wacher und aufmerksamer. Der Körper bereitet sich darauf vor, mit einer Herausforderung umzugehen.

Stress und Trauma sind dabei nicht dasselbe. Der Unterschied liegt unter anderem darin, wie die Belastung entsteht, wie intensiv oder überwältigend sie erlebt wird und welche Möglichkeiten uns in diesem Moment zur Bewältigung zur Verfügung stehen.

Ein Trauma kann plötzlich geschehen. Etwas ist zu viel, zu schnell oder existenziell bedrohlich – und unsere vorhandenen Möglichkeiten reichen in diesem Moment nicht aus, um das Erlebte vollständig zu bewältigen und zu integrieren.

Stress dagegen kann viel unspektakulärer beginnen.

Ein bisschen Zeitdruck. Zu wenig Erholung. Sorgen. Konflikte. Zu viele Aufgaben. Schlechter Schlaf. Immer erreichbar sein. Und morgen geht es weiter.

Jedes einzelne Ereignis wäre vielleicht gut zu bewältigen. Doch wenn Belastung auf Belastung folgt und dazwischen immer weniger Regulation beziehungsweise Ruhe und Sicherheit stattfindet, kann sich die Aktivierung im Körper zunehmend summieren.

Deshalb sage ich manchmal etwas augenzwinkernd:

„Stress ist der kleine Bruder des Traumas.“

Nicht weil Stress und Trauma dasselbe sind.

Sondern weil auch anhaltender Stress den Körper über längere Zeit in einem Zustand erhöhter Bereitschaft halten kann.

Trauma kann uns mit einem Schlag überwältigen.
Chronischer Stress baut sich Schritt für Schritt auf.

Und für unseren Körper ist in beiden Fällen eine wichtige Frage:

Kann ich nach der Aktivierung wieder zurückfinden – zu Ruhe und Sicherheit?

Zur Entspannung. Zur Beweglichkeit. Zu mir.

Genau hier beginnt für mich Regulation

Das Ziel kann nicht sein, nie wieder Stress zu haben.

Stress gehört zum Leben. Die Fähigkeit, auf Herausforderungen mit Aktivierung zu reagieren, ist ein natürlicher Mechanismus – und eine wichtige Voraussetzung dafür, dass wir lernen, uns anpassen und weiterentwickeln können.

Der Körper soll hochfahren können, wenn es nötig ist.

Er soll Leistung bringen können.

Er soll fliehen, kämpfen, handeln und reagieren können, wenn eine Situation es verlangt.

Aber danach sollte er auch wieder herunterfahren können.

Für mich ist deshalb nicht die Aktivierung das eigentliche Problem.

Problematisch wird es, wenn unser System immer seltener den Weg zurückfindet und Spannung, Wachsamkeit und Schutzbereitschaft zunehmend zum Normalzustand werden.

Dein Körper weiss, wie Loslassen geht

Unser Körper besitzt natürliche Möglichkeiten, Aktivierung und Spannung wieder zu regulieren.

Eine davon ist das Zittern.

Zittern ist nicht gleich Zittern. Kältezittern dient beispielsweise der Thermoregulation, und auch nach grosser körperlicher Anstrengung kann Zittern auftreten. Im TRE® arbeiten wir dagegen gezielt mit dem neurogenen Zittern – einem von Natur aus angelegten, unwillkürlichen Reflex, der im Zusammenhang mit hoher Aktivierung auftritt und den Körper wieder in Richtung Ruhe und Sicherheit bringen kann. Auch bei Tieren lässt sich nach herausfordernden Situationen ein solches Schütteln oder Zittern beobachten.

Bei uns Menschen wird Zittern nach oder in herausfordernden Situationen dagegen häufig als Schwäche oder Unsicherheit bewertet – unabhängig davon, ob die vorausgegangene Aktivierung als negativ belastend oder positiv aufregend erlebt wurde.

Wir versuchen, es zu unterdrücken.

Wir reissen uns zusammen.

Wir halten still.

TRE® setzt genau an dieser natürlichen körperlichen Reaktion an.

Nicht indem wir den Körper zum Zittern zwingen – sondern indem wir ihm einen Rahmen geben, in dem neurogenes Zittern entstehen, bewusst durch den Körper begleitet und wieder beendet werden darf.

Was ist TRE®?

TRE® steht für Tension & Trauma Releasing Exercises.

Die Methode wurde von Dr. David Berceli entwickelt und besteht aus einer Folge einfacher körperlicher Übungen, die den Körper vorbereiten und das sogenannte neurogene Zittern anregen können. Das neurogene Zittern ist ein von Natur aus angelegter, unwillkürlicher Reflex des Körpers, der dabei unterstützen kann, hohe oder überfordernde Aktivierung wieder zu regulieren.

Dieses Zittern ist keine Übung, die möglichst gut oder möglichst stark ausgeführt werden soll.

Es ist vielmehr eine natürliche körperliche Reaktion, die wir wieder kennenlernen, zulassen lernen, beobachten und zunehmend selbst regulieren.

Dabei steht für mich nicht im Vordergrund, möglichst viel Spannung in möglichst kurzer Zeit „loszuwerden“.

Es geht darum, deinen Körper und dein Nervensystem wieder besser kennenzulernen, früher wahrnehmen zu können, wann dein Nervensystem überaktiviert ist oder wird, und natürliche Regulation zuzulassen und erfahrbar zu machen.

Nicht möglichst viel loslassen – sondern gut regulieren

Dieser Punkt ist mir in der TRE®-Arbeit besonders wichtig.

Mehr Zittern ist nicht automatisch besser.

Stärker ist nicht automatisch wirksamer.

Und länger ist nicht automatisch hilfreicher.

Du lernst, wahrzunehmen:

Wie fühlt sich mein Körper gerade an?

Wie intensiv ist die Reaktion?

Kann ich dabei präsent bleiben?

Brauche ich eine Pause?

Möchte ich die Intensität verändern?

Und wie kann ich das Zittern bewusst wieder stoppen?

Du bestimmst das Tempo.

TRE® soll nicht zu einer weiteren Situation werden, in der du etwas aushalten oder leisten musst.

Im Gegenteil.

Für mich gehört zur TRE®-Praxis, dass du zunehmend erlebst: Ich bin einem überaktivierten Nervensystem nicht einfach ausgeliefert. Ich kann Einfluss nehmen. Ich darf verändern. Ich darf pausieren. Ich darf aufhören.

Selbstregulation ist nicht nur das Ziel – sie ist Teil des Weges.

Zittern ist nicht das Ziel

Auch wenn TRE® häufig mit dem Zittern verbunden wird, ist das Zittern für mich nicht der eigentliche Mittelpunkt.

Entscheidend ist, was du dabei über deinen Körper, seine Reaktionen und die Wechselwirkungen mit deinem Nervensystem lernst.

Du bemerkst, wann etwas zu viel wird.

Du erlebst, dass sich Aktivierung verändern kann.

Und du entwickelst möglicherweise mehr Vertrauen in die Fähigkeit deines Körpers, zwischen Spannung und Entspannung, Aktivität und Ruhe zu wechseln.

TRE® ist für mich deshalb weniger ein Weg, den Körper zu kontrollieren – sondern eine Möglichkeit, wieder mit ihm in Kontakt zu kommen.

Körper und Nervensystem gehören zusammen

Unser Nervensystem arbeitet nicht losgelöst vom Körper.

Atmung, Muskelspannung, Körperhaltung, Bewegung, Wahrnehmung und emotionale Zustände beeinflussen sich gegenseitig.

Deshalb ist TRE® für mich auch kein isoliertes „Nervensystem-Tool“.

Es fügt sich in mein gesamtes Verständnis vom Menschen ein.

Aufrichtung kann die Bedingungen verändern, unter denen wir uns bewegen und atmen.

Bewegung bringt den Körper in Aktivität.

Wahrnehmung hilft uns zu erkennen, was gerade geschieht.

Und Regulation ermöglicht uns, flexibel zwischen Aktivierung und Ruhe zu wechseln.

Der Mensch funktioniert als Ganzes – auch sein Nervensystem.

TRE® kennenlernen und vertiefen

TRE® kannst du bei mir auf unterschiedliche Weise kennenlernen und üben.

TRE® Einzelbegleitung
In deinem Tempo kennenlernen und vertiefen.
Individuelle Begleitung, wenn du TRE® persönlich kennenlernen möchtest oder dir für deine Praxis einen geschützten Rahmen und gezielte Unterstützung wünschst.

TRE® Einführung – Der Körper & der Stress
Die Grundlagen verstehen und sicher anwenden lernen.
Einführung in die Übungen, das neurogene Zittern, Selbstregulation, Dosierung und den eigenständigen Umgang mit TRE®.

TRE® Üben & Vertiefen
Gemeinsam praktizieren und Erfahrungen sammeln.
Regelmässige Gruppenstunden für Menschen mit TRE®-Erfahrung, um die eigene Praxis zu vertiefen und begleitet weiterzuentwickeln.

Meditation & TRE®
Nach innen kommen, wahrnehmen und loslassen.
Eine Verbindung von Meditation, Körperwahrnehmung und TRE® in einem längeren gemeinsamen Rahmen.

Zurück in deine eigene Regulation

Für mich geht es bei TRE® nicht darum, dass du abhängig von einer Methode oder von meiner Begleitung wirst.

Im Gegenteil.

Du trägst die Fähigkeit zur Regulation bereits in dir.

TRE® kann eine Möglichkeit sein, diese Fähigkeit wieder bewusster wahrzunehmen, kennenzulernen und zu nutzen.

Dabei darfst du lernen, deinem Körper zuzuhören – nicht erst dann, wenn er sehr laut werden muss, sondern möglichst schon bei den leisen Signalen.

Aufrichtung schafft Raum.
Bewegung bringt Leben.
Regulation ermöglicht, Spannung wieder loszulassen.

Dein Körper muss nicht lernen, wie Regulation funktioniert. Vielleicht darfst du wieder lernen, ihm zuzuhören, ihm zu vertrauen, dass er es kann – und es zuzulassen.