BRMT & Reflexintegration
Wenn frühe Bewegungsmuster heute noch mitwirken.
Frühkindliche Reflexe sind wichtige Bausteine unserer Entwicklung. Bleiben sie jedoch teilweise aktiv, können sie auch im Erwachsenenalter Haltung, Bewegung, Koordination, Wahrnehmung und Regulation beeinflussen.
Mit BRMT und gezielter Reflexintegration unterstütze ich den Körper dabei, fehlende Entwicklungsschritte nachzureifen und neue Bewegungs- und Regulationsmöglichkeiten zu entdecken.
Manchmal beginnt Veränderung dort, wo unsere Entwicklung einmal begonnen hat.
Ganzheitlich
Körper, Nervensystem und Wahrnehmung im Zusammenspiel.
Individuell
Dein persönlicher Entwicklungsweg steht im Mittelpunkt.
Fundiert
Basierend auf bewährten Methoden und langjährigen Erfahrung.
Nachhaltig
Mehr Stabilität, Leichtigkeit und Lebensqualität.
Reflexe sind kein Fehler – sie gehören zu unserer Entwicklung
Frühe Reflexe sind ursprüngliche, automatische Bewegungsprogramme, die uns am Anfang des Lebens schützen und die neurologische Entwicklung unterstützen. Sie bilden die Grundlage für gezielte, willkürliche Bewegungen. Wenn sie nicht vollständig integriert werden, können sie als unbewusste Muster im Hintergrund aktiv bleiben
Wenn alte Muster noch mitreden.
Rhythmische Bewegungen sprechen unser Nervensystem direkt an. Sie schaffen Ordnung. Verbindung und neue Handlungsspielräume – ohne Druck, dafür mit Erfahrung und Zeit.
«Veränderung beginnt in dem Moment, in dem du deinem Körper neue Erfahrungen ermöglichst.»
Wie ich BRMT einsetze?
Das Blomberg Rhythmic Movement Training (BRMT) nutzt rhythmische, gezielte Bewegungen, passive und aktive Bewegung, isometrische Impulse und spezifische Übungen, um die Integration früher Reflexe zu unterstützen und das Nervensystem in seiner Entwicklung nachzunähren – auch im Erfachsenenalter.
Rhythmus – eine ursprüngliche Sprache des Körpers.
Rhythmische Bewegungen sprechen unser Nervensystem direkt an. Sie schaffen Ordnung. Verbindung und neue Handlungsspielräume – ohne Druck, dafür mit Erfahrung und Zeit.
Reflexe sind kein Fehler – sie gehören zu unserer Entwicklung
Moro-Reflex
Sicherheit & Stressregulation
Tonischer Labyrinthreflex (TLR)
Gleichgewicht & Muskeltonus
ATNR
Auge-Hand-Koordination
STNR
Körperstabilität in Bewegung
Spinaler-Galant
Rumpfstabilität & Seitenbewegung
Landau-Reflex
Haltung & Streckung
Spinaler-Perez
Beckenstabilität & Aufrichtung
Reflexintegration ist nicht nur ein Kinderthema
Auch Jugendliche und Erwachsene können von der Reflexintegration profitieren. Neue Bewegungserfahrungen können helfen, festgefahrene Muster zu lösen und mehr Leichtigkeit, Präsenz und Handlungsfähigkeit im Alltag zu erleben.
Wie ich BRMT einsetze
Passive Bewegungsimpulse
Sanfte, geführte Bewegungen
Aktive Übungen
Gezielte, rhythmische Bewegungsabfolgen
Isometrische Impulse
Aktivierung und Stabilisierung
Übungen für zuhause
Integration in den Alltag für nachhaltige Veränderung
Mehr Informationen
Wenn frühe Bewegungsmuster heute noch mitreden.
Bevor wir bewusst greifen, gehen, schreiben, Sport treiben oder unseren Körper gezielt steuern können, hat unser Nervensystem bereits unglaublich viel gelernt.
Unsere Entwicklung beginnt mit angeborenen Reflexen und frühen Bewegungsmustern. Sie helfen uns dabei, auf unsere Umgebung zu reagieren, unseren Körper im Raum kennenzulernen und Schritt für Schritt immer komplexere Bewegungen zu entwickeln.
Bevor ein Mensch aufrecht stehen konnte, musste sein Nervensystem erst lernen, seinen Körper im Raum zu organisieren.
Reflexe sind keine Fehler – sie gehören zu unserer Entwicklung
Primitive Reflexe sind angeborene, unwillkürliche Reaktionsmuster. Sie erfüllen in bestimmten Entwicklungsphasen wichtige Aufgaben.
Sie unterstützen unter anderem frühe Bewegungsentwicklung, Orientierung, Schutzreaktionen, Gleichgewicht, Koordination und die zunehmende Organisation des Körpers.
Im Laufe einer gesunden Entwicklung werden viele dieser frühen Reflexmuster zunehmend integriert. Das bedeutet nicht einfach, dass sie „verschwinden“. Vielmehr werden sie in komplexere Bewegungs- und Reaktionsmöglichkeiten eingebunden.
Aus automatischen frühen Mustern entsteht immer mehr Wahlfreiheit.
Wir können unseren Kopf bewegen, ohne dass automatisch der ganze Körper mitreagieren muss. Wir können Arme und Beine unabhängig voneinander einsetzen. Wir können unsere Position im Raum verändern und dabei stabil bleiben.
Diese zunehmende Differenzierung ist eine wichtige Grundlage für freie, koordinierte Bewegung.
Wenn alte Muster noch mitreden
Nicht jede Entwicklung verläuft gleich.
Manche frühen Reflex- und Bewegungsmuster können weniger vollständig integriert sein oder unter Belastung wieder deutlicher hervortreten.
Dann muss der Körper möglicherweise mehr kompensieren, um eine Aufgabe zu lösen, die eigentlich mit weniger Aufwand möglich wäre.
Das kann sich sehr unterschiedlich zeigen.
Zum Beispiel in Haltung und Körperstatik, Gleichgewicht und Koordination, Bewegungsqualität, Muskelspannung, Stabilität oder der Fähigkeit, bestimmte Bewegungen voneinander zu trennen.
Auch Konzentration, Reizverarbeitung, Körperwahrnehmung und Stressreaktionen können mit der Art zusammenhängen, wie das Nervensystem Bewegung und sensorische Informationen organisiert.
Dabei ist mir wichtig:
Nicht jedes Symptom bedeutet automatisch, dass ein frühkindlicher Reflex nicht integriert ist.
Ich betrachte Reflexe deshalb nicht isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit dem ganzen Menschen, seiner Haltung, Bewegung, Wahrnehmung und seinem Nervensystem.
Warum frühe Bewegung für unsere heutige Haltung wichtig ist
Aufrichtung entsteht nicht plötzlich an dem Tag, an dem ein Kind zum ersten Mal steht.
Sie entwickelt sich Schritt für Schritt.
Liegen. Den Kopf heben. Rollen. Stützen. Drehen. Robben. Krabbeln. Aufrichten. Stehen. Gehen.
In jeder dieser Phasen sammelt das Nervensystem Informationen.
Wo ist oben und unten?
Wo befindet sich mein Körper im Raum?
Wie verlagere ich mein Gewicht?
Wie stabilisiere ich mich gegen die Schwerkraft?
Wie bewege ich eine Körperseite, ohne dass die andere automatisch dasselbe tun muss?
Wie arbeiten Augen, Gleichgewicht, Gelenke, Muskeln und Körperwahrnehmung zusammen?
Unsere heutige Haltung baut auf diesen frühen Erfahrungen auf.
Deshalb kann es sinnvoll sein, bei hartnäckigen Haltungs- und Bewegungsmustern nicht nur dort anzusetzen, wo wir sie heute sehen, sondern auch die grundlegenden Bewegungsprogramme des Nervensystems mit einzubeziehen.
Was ist BRMT?
BRMT steht für Blomberg Rhythmic Movement Training.
Die Methode arbeitet mit rhythmischen Bewegungen und verschiedenen Formen der Reflexintegration.
Dabei können passive Bewegungen, aktive Eigenbewegungen, isometrische Impulse und gezielte Übungen eingesetzt werden.
Die Bewegungen orientieren sich teilweise an frühen Bewegungsmustern, wie sie in der kindlichen Entwicklung natürlicherweise vorkommen.
Das Ziel ist für mich nicht, einen Reflex einfach „wegzumachen“ oder auszuschalten.
Es geht darum, dem Nervensystem Erfahrungen anzubieten, mit denen frühe Muster besser in die heutige Bewegung und Körperorganisation integriert werden können.
Wiederholung spielt dabei eine wichtige Rolle.
Denn das Nervensystem lernt nicht nur durch Verstehen.
Es lernt vor allem durch Erfahrung.
Rhythmus – eine ursprüngliche Sprache des Körpers
Rhythmische Bewegung begleitet uns von Anfang an.
Schon im Mutterleib erleben wir Bewegung und Rhythmus. Später wiegen, schaukeln, rollen und bewegen wir uns – und sammeln dabei fortlaufend sensorische und motorische Erfahrungen.
Rhythmische Bewegungen können dem Nervensystem klare, wiederkehrende Informationen geben.
Im BRMT nutzen wir diese Bewegungen gezielt, um Körperwahrnehmung, Bewegungsorganisation und die Integration früher Muster anzusprechen.
Manche Bewegungen werden von mir geführt, andere führst du selbst aus.
Dadurch entstehen unterschiedliche Informationen für das Nervensystem – über Berührung, Bewegung, Gelenkstellung, Muskelarbeit und Raumlage.
Reflexintegration ist nicht nur ein Kinderthema
Frühkindliche Reflexe werden häufig vor allem im Zusammenhang mit Kindern betrachtet. Meine Reflexintegrationsarbeit richtet sich jedoch an Erwachsene beziehungsweise an Jugendliche ab etwa 16 Jahren. Mit Kindern und Säuglingen arbeite ich in diesem Bereich nicht.
Doch auch bei Erwachsenen können frühe Bewegungs- und Reaktionsmuster noch eine Rolle spielen.
Vielleicht hast du längst gelernt, hervorragend zu kompensieren.
Du funktionierst.
Du arbeitest.
Du treibst Sport.
Und trotzdem gibt es Bewegungen, die sich immer schwierig anfühlen, Bereiche, die ständig Spannung aufbauen, oder Muster, die trotz Training und Behandlung immer wieder zurückkehren. Auch ungewöhnlich schnelle Müdigkeit oder Erschöpfung kann dabei eine Rolle spielen: Wenn Bewegung, Koordination und Stabilisierung ständig mehr Aufwand verlangen und der Körper fortwährend kompensieren muss, kostet das Energie.
Dann kann es interessant sein, noch einmal auf die Grundlagen zu schauen.
Nicht weil mit dir etwas „falsch“ ist – sondern weil dein Nervensystem vielleicht bisher den besten Weg benutzt hat, der ihm zur Verfügung stand.
Du bist nicht zu alt für Entwicklung
Dieser Gedanke gefällt mir an der Arbeit mit BRMT besonders.
Entwicklung endet nicht mit der Kindheit.
Unser Nervensystem bleibt lern- und anpassungsfähig.
Auch als Erwachsene können wir neue Bewegungsoptionen kennenlernen, unsere Wahrnehmung verändern und unserem Nervensystem neue Erfahrungen anbieten.
Das bedeutet nicht, dass wir unsere Kindheit „nachholen“ oder Entwicklung einfach zurückdrehen.
Aber wir können mit dem Körper dort arbeiten, wo Entwicklung ursprünglich stattgefunden hat:
über Bewegung, Wahrnehmung, Wiederholung und Erfahrung.
Manchmal braucht Veränderung nicht noch mehr bewusste Kontrolle.
Manchmal braucht der Körper eine Erfahrung, die tiefer liegt als eine verbale Anweisung.
Einige Reflexe, die in meiner Arbeit eine Rolle spielen
Je nach Mensch und Fragestellung können unterschiedliche Reflexmuster betrachtet werden.
Moro-Reflex
Schutz, Alarm und Reaktion auf plötzliche Veränderung.
Ein früher Schutzreflex, der mit Reaktionen auf überraschende Reize und der Organisation von Aktivierung in Verbindung steht.
Tonischer Labyrinthreflex (TLR)
Schwerkraft, Beugung, Streckung und Körperlage.
Ein frühes Muster, das mit der Orientierung des Körpers zur Schwerkraft sowie Muskeltonus und Aufrichtung zusammenhängt.
Asymmetrisch-tonischer Nackenreflex (ATNR)
Kopfbewegung und die Organisation der Körperseiten.
Ein Reflexmuster, das die frühe Koordination zwischen Kopf, Armen und Beinen begleitet und später zunehmend differenziert werden soll.
Symmetrisch-tonischer Nackenreflex (STNR)
Oben und unten voneinander trennen.
Ein Entwicklungsreflex, der unter anderem beim Übergang in den Vierfüsslerstand und bei der Koordination von Ober- und Unterkörper eine Rolle spielt.
Spinaler Galant
Seitliche Rumpfreaktionen und Beweglichkeit.
Ein früher spinaler Reflex, der mit Bewegungen des Rumpfes und der frühen motorischen Entwicklung verbunden ist.
Landau-Reflex
Aufrichtung gegen die Schwerkraft.
Ein Entwicklungsreflex, der mit Streckung, Kopfkontrolle und der zunehmenden Aufrichtung des Körpers zusammenhängt.
Spinaler Perez
Frühe Reaktionen entlang der Wirbelsäule.
Ein frühes Reflexmuster, das im BRMT im Zusammenhang mit der Organisation von Wirbelsäule, Rumpf und Nervensystem betrachtet wird.
Diese Beispiele sollen Orientierung geben – nicht dazu verleiten, anhand einzelner Symptome selbst einen bestimmten Reflex zu diagnostizieren.
Wie ich BRMT einsetze
BRMT ist für mich kein starres Programm, das bei jedem Menschen gleich aussieht.
Ich schaue zunächst, wie du stehst, dich bewegst und auf bestimmte Bewegungs- oder Refleximpulse reagierst.
Je nachdem, was sich zeigt, wähle ich passende rhythmische Bewegungen, Reflexübungen, isometrische Impulse oder andere Bausteine aus.
Manches geschieht passiv.
Manches aktiv.
Und manches wird zu einer kleinen Übung für zu Hause.
Denn auch hier gilt:
Nicht möglichst viele Übungen machen – sondern dem Nervensystem die passenden Erfahrungen oft genug anbieten, damit Veränderung möglich wird.
BRMT, Haltung und Nervensystem
BRMT steht bei mir nicht isoliert neben meinen anderen Methoden.
Es ergänzt besonders meine Arbeit mit Haltung und Aufrichtung.
Wenn ein Körper trotz gezielter Übungen immer wieder in dasselbe Muster zurückkehrt, kann die Frage nach grundlegenden Bewegungs- und Reflexmustern eine weitere Perspektive eröffnen.
Gleichzeitig berührt BRMT immer auch das Nervensystem, weil Bewegung, Wahrnehmung, Muskeltonus, Gleichgewicht und Reaktion auf Reize neurologisch organisiert werden.
Damit schliesst sich für mich ein Kreis:
Aufrichtung betrachtet, wie dein Körper sich heute organisiert.
TRE® beschäftigt sich mit Aktivierung und Regulation.
BRMT schaut auf Bewegungs- und Reflexmuster, die sehr früh in unserer Entwicklung entstanden sind.
Drei unterschiedliche Blickwinkel.
Und immer derselbe Mensch.
Entwicklung bleibt möglich
Vielleicht muss dein Körper nicht lernen, sich noch mehr anzustrengen.
Vielleicht braucht er eine alte oder neue Erfahrung – etwas, das dem Nervensystem bisher gefehlt hat oder das noch einmal anders erlebt werden darf.
Eine Bewegung.
Einen Rhythmus.
Eine Wiederholung.
Eine Möglichkeit, etwas anders zu organisieren als bisher.
Unser Nervensystem trägt unsere Entwicklungsgeschichte in sich – und gleichzeitig die Fähigkeit, weiterzulernen.
Deine Möglichkeiten für Reflexintegration
Einzeltermin Reflexintegration
Individuell hinschauen und passende Impulse finden.
Im Einzeltermin schauen wir gemeinsam auf deine Haltung, Bewegung und mögliche Reflexmuster. Daraus entstehen passende Übungen und Impulse, die zu dir und deinem Alltag passen.
Jahresbegleitung Reflexintegration für Erwachsene
Entwicklung braucht Zeit, Wiederholung und Erfahrung.
Eine längerfristige Begleitung für Erwachsene, die Reflexintegration Schritt für Schritt in ihren Alltag integrieren und Veränderungen über einen längeren Zeitraum begleiten lassen möchten.
Du bist nicht zu alt für Entwicklung.
Wir arbeiten überwiegend mit Methoden aus der Volks- und Erfahrungsheilkunde und auf der Basis der modernen Paracelsusmedizin & Heptopathie. Termine ersetzen weder eine ärztliche Behandlung noch eine Psychotherapie.
Alle in der Gsundheitspraxis Kriech & dem Zentrum für Gesundheit & Hilfe zur Selbsthilfe arbeitenden Therapeuten/Berater/Trainer sind selbständig tätig und arbeiten auf eigene Rechnung.
